10.4.2020 – I don’t wanna dance

Früh aufgewacht und am Licht das zwischen den Rolladen-Schlitzen durchschien sah ich, dass gerade die Sonne aufging und ich wusste: So ein Stück hinein ins Sauerland liegt jetzt der Bodennebel zwischen den Hügeln.
Und ich hatte recht.

Wieder zu Hause war die Liebste auch wach; sie trank ihren Kaffee und ich baute ein bisschen weiter am Käfer. Ehrlich gesagt bin ich immer noch echt pissed über den Absturz des StopMotion-Films gestern, aber deswegen kann ich die Kiste ja nicht halbfertig da stehen lassen. Und Lego wieder auseinander bauen, um es dann wieder zusammen zu setzen … das bekommt mein Kopf nicht hin. Ich kann nichts zweimal tun.

Tina hat ein Konzert, das sie irgendwann 2013 mal aufgenommen hat, bei YouTube veröffentlicht. Warum erst jetzt? Ich paraphrasiere sie mal: „Da war der Kleine gerade sieben Monate alt und drei Monate später war ich wieder schwanger und dann war da die andere Platte und die Hochzeit und Helgis Theaterstücke in Deutschland und die Tour und das dritte Kind und das nächste Album und die andere Tour und ich hatte irgendwie eigentlich immer zu tun.
Ich freu mich jedenfalls, hab mir erstmal MP3s daraus gemacht und kanns jetzt auch im Auto hören.

Ein bisschen Sachen aufgearbeitet, die die Widrigkeiten der Woche hatten liegen bleiben lassen. Die Liebste saß bei mir im Büro und so könnte ich immer arbeiten.

Mittags nach Dortmund gefahren. Das „Schönes Leben“ … – sagen Sie mal, finden Sie das auch so doof, wenn ein Kneipen- oder Ladenname es quasi unmöglich macht, grammatikalisch korrekte Sätze zu bilden? Wollen wir uns im schönes Leben treffen? Das tut mir weh, das auszusprechen.
Wo war ich? Ach ja. das „Schönes Leben“ hat einen Abholservice eingerichtet und wir haben beschlossen: Wenn wir schon nicht hinkönnen, dann kommt das Essen eben zu uns. Wo sie doch extra ein Ostermenu angerichtet haben.

Auf dem Rückweg wieder mal beobachtet, dass die Menschen im Auto ihr letztes bisschen Freiheit noch mehr ausleben als sonst. Ist das bei Ihnen auch so? Wilde Überholmanöver über durchgezogene Linien oder Sperrflächen? Geschwindigkeitsbegrenzungen endgültig zu groben Vorschlägen degradiert?

Nachmittag den Käfer zu Ende gebaut. Ich liebe diese Detailverliebtheit, die Lego in diese Modelle legt.

Eventuell habe ich dann ein Stündchen geschlafen, dann haben wir irgendwas zu essen warm gemacht und weiter Alias geguckt. Vielleicht switchen wir gleich zur Tanzverbotsausgabe von „Lets Dance“ – mal sehen.

Gelesen: Zoom bessert immer weiter nach.

Gelacht: Menschen ziehen auch in der Krise kluge Schlussfolgerungen.

Beklatscht: Jens mahnt zur Besonnenheit und auf Jens sollte man immer hören.

Gewundert und nicht empört: Auch wenn diese Geschichte keine gute ist, denke ich an meinen Twitter-Rant von gestern und frage mich: Warum ist das ein Artikel in der Zeit? Auch wenn die Zeit es schreibt ist es nur eine einzelne Anekdote und hat damit wenig Bedeutung.

Genickt: Melanie macht sich gute Gedanken über die Chancen in der Krise. Jaja, Sie können es alle nicht mehr hören, aber…

Gefreut: … es gibt ja gerade Geschichten, wo das schnelle Umdenken klappt.

Ach ja: Als ich heute Morgen eh im Sauerland war, bin ich auch noch schnell zum See weiter gefahren. Da wars auch gerade echt hybsch.

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