1.12.2020 – Zielgerade?

Der erste Tag des letzten Monats in diesem langen, seltsamen März.

Nachdem mich gestern echt gut überfordert hatte und die halbe Nacht eine schlaflose war, habe ich heute ein, zwei Gänge zurück geschaltet. Und vor allem keine Handwerker ins Haus gelassen. Bin nicht ans Telefon gegangen. Habe immer wieder mal ein paar Minuten nur gesessen und ins Leere geguckt.
Machen Sie das mal, ohne dabei auf irgendeinen Bildschirm oder in irgendwas gedrucktes zu gucken oder sich Gedanken darüber zu machen, was nach der Pause passiert – das ist eine nicht unspannende Erfahrung.

Angenehmerweise war die Stadt auch kaum zu sehen, das minimiert meine Probleme ja auch.

Bei der Versicherung angerufen, die mir letztens schrieb.

Ich bringe Sie noch fix auf den Stand: Im Sommer habe ich ungezählte Male mit denen gesprochen, weil sie meinen Firmennamen und meine Adresse nicht richtig hatten und leider auch nur schwer ändern konnten. Ich habe daher fünf Versicherungspolicen, die sich lustig vor und zurück dem richtigen Namen nähern – mal stimmte das eine, dann das andere und erst nach dem fünften Brief alles. Dachte ich.

Dann kam letztens ein Brief der Datenschutzabteilung der mir sagte, meine Daten wären ihnen wichtig und Datenschutzbla bla – aber an den falschen Namen und die falsche Adresse (das kommt hier zum Glück alles an)
Ich rief also die Nummer auf dem Brief an. Nee, die sei falsch, sie wären ja die alte Versicherung und nur noch für die Abwicklung der Altverträge zuständig. Aber sie hätte die richtige Nummer für mich.
(Halten wir fest: Die Datenschutzabteilung schickt Briefe mit falschem Impressum raus)

Bei der richtigen Nummer erfuhr ich: Die Finanzierung kann sie nicht einsehen. Die Autoversicherung läuft auf den richtigen Namen und die richtige Adresse, hat sich aber irgendwo mitten drin vom Geschäfts- zum Privatvertrag geändert – vermutlich weil es Einzelunternehmen bei ihnen nicht gibt.
Und die Kaufpreisschutzversicherung läuft noch als Geschäftsvertrag aber auf den falschen Firmennamen und die falsche Adresse.
Und der Datenschutzbrief geht „automatisiert vom System“ raus – ich liebe es ja, wenn der Grund für etwas ist, dass die Maschinen das ja alleine getan haben. Als wäre das eine Erklärung und nicht die nächste Verschlimmerung.
Und ich lernte: Da sie alte Adressen nach einer Adressänderung im System nicht löschen dürfen, ging der Brief jetzt vermutlich an die alte Adresse.
Als ich – ich fand das in dem Moment zeitlich gut passend – erwähnte, dass ich nach dem Datenschutzrecht das Recht auf Berichtigung habe, war es einen Moment still. Aber sie konnte da ja auch nix zu.
Aber nein, einen second-level-Support kann sie mir nicht geben, von denen hat sie auch keine Nummer, denen darf sie nur eine Mail schreiben.

Mir wäre das übrigens alles relativ egal, wenn ich nicht genau wüsste, dass in dem Moment, wo es irgendein winzigstes Problem gibt, ich Schuld sein werde, weil irgendwo auf den 27 Seiten die ich unterschrieb, steht, dass ich meine korrekten Daten angeben muss. Ich habe mal einen Rechtsstreit mit AOL angedroht bekommen, weil die meinten, ich hätte sie betrogen. Ich wohnte damals in der Fröndenberger Straße und da ihr Formular keine Umlaute konnte, hatte ich die Froendenberger Strasse angegeben. Sie nannten das Betrug.
Sonst wäre mir das echt alles voll egal.

An vielen Stellen Ordnung geschaffen, super Sache das.
Gelernt, wie ich mein Lieblings*hust*CMS tunen kann. Auch super.
Die Heizung verlor weder Wasser noch Druck, ich mag das sehr.
Nachmittags eine Telefonkonferenz, ganz ungewohnt ohne Kamera.
Danach ins dunkle Café Audi. Das störte zwar ganz offensichtlich einen vorbeikommenden Bauern, der erstmal eine Taschenlampe durchs Café wandern lassen musste, aber wen kümmert schon, was Bauern denken?

Gleich kommt eine Sendung mit B- & C-Promis und Musik und ohne Masken oder Puppen. Voll meine Sendung also.

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