1.10.2026 – zwei Döner

Das Land ist gerettet, ab heute greift der Tankrabatt. Ob der komplett bis an die Tankstelle durchkommt konnte der per Telefon ins Studio geschaltete Tankstellenbetreiber leider auch auf die bemerkenswert investigative Nachfrage „Warum denn nicht?“ der Radio-Moderatorin nur mit „das entscheiden ja die Konzernzentralen“ beantworten, aber nach diesem Anflug von kritischem Denken waren in der Morning-Show im SWR alle sehr fröhlich darob.

17 Cent pro Liter, das ist ja auch mal ordentlich.

Fährt man 1470 km im Monat wie der Durchnittsdeutsche, der mit seinem VW Golf mit 7.4 Litern Verbrauch pro 100 km unterwegs ist, dann sind das (1470 km / 100 x 7,4 Liter) knapp 109 verbrannte Liter – das mal 17 Cent, macht gerundet 18.49 € Ersparnis.
Zwei Döner befrieden also das Land, wie schön. Und manchmal mag ich dem allgemeinen Vorwurf „DIE DA verarschen uns doch alle“ gar nicht mehr wiedersprechen – sie tun es nur woanderes, als JENE DA glauben.

Deutlich weniger sarkastisch formulierte 5 Cent zur Politik finden Sie bei Vanessa und ich empfehle sehr, das zu lesen: Meine 5cent zur politischen Situation – ohne, dass der Name des Kanzlers vorkommt

…

Ja, ja, genau: Jetzt lesen. Ich warte hier.

…

Nee, ganz lesen, das ging mir zu fix.

…

Na, geht doch.
Hausaufgabe: Sich selbst beobachten und gucken, ob und wo man selbst etwas daran tun kann. Mindestens im Kleinen.


T. ist wieder im Hospiz und schläft dort den ganzen Tag. Aber immerhin in einer friedlichen Umgebung, wo gelegentlich mal jemand reinkommt, falls sie doch kurz die Augen auf hat.

Unser Leben ist weiterhin sehr bestimmt dadurch – und wenn kurz nicht, dann haben wir ja beide auch noch Brotjobs – und aus ihrem erzähle ich nichts und aus meinem gibts gerade quasi nichts zu erzählen.
Nur gestern habe ich kurz meine „frag doch nicht die KI“-Policy aufgegeben, denn wenn ich kundenorientiert unterwegs sein will, dann muss ich mit einbeziehen, dass Suchmaschinenoptimierung zur KI-Optimierung wird. Als in einem Zoom die Frage aufkam, ob LLMs wohl als PDF hinterlegte Dokumente genauso mit einbeziehen wie guten HTML-Code, da war es beinahe zu logisch, die LLM zu fragen, was sie denn bevorzuge.
Was ein Glück, dass gut strukturiertes HTML bei mir quasi aus dem Rückenmark kommt.

Darüber hinaus gucke ich Videos davon, wie jemand eine Gitarre baut und schlafe dabei ein. Oder lese Internet:

Zeugs

Sie wissen vielleicht – ich mag Dinge, die mich verwirren, die mich aus der gewohnten Denkspur bringen, die mir andere Perspektiven zeigen. Oft ist das Internet dafür gar nicht so gut, weil es zwar hin und wieder Neues zeigt, oft aber nur alten in neuen KI-Visualisierungen oder aufmerksamkeitsheischenden Blödsinn.
Hier fand ich siebzehn Karten der Erde, die alle jeweils eine riesige Geschichte dahinter erzählten. Geschichten über Menschen, Tiere, Kriege und überhaupt ein, zwei neue Blicke auf das was ich zu wissen glaubte.

These geographical insights offer unique perspectives on continental structure and distances

history.fragments auf Instagram

Und wenn Sie nicht nur siebzehn Insta-Slides lang Zeit, sondern sogar siebzehn Minuten haben, dann lassen Sie sich doch von huge* if true den aktuellen Stand der Erforschung unserer Sonne erzählen. Das fand ich beeindruckend.
Auf YouTube.


Apropos „Video sehen“ – haben Sie auch gesehen, wie Amthors Philipp den Strandkorb aufs Dach stellen ließ? Unfassbar, nicht? Naja, immerhin hat er ihn dann ja auch wieder abholen lassen, als die Empörungswelle hoch ging. Gut, nicht?
Nicole Dieckmann sieht das anders und ich finde ihre Gedanken nachvollziehbar.


Schön, dass Sie da sind, echt.

Sie haben Fragen? Sie wünschen sich ein Thema, über das ich mal bloggen soll?
Schreiben Sie’s auf!

Alle bisherigen Antworten finden Sie übrigens hier.

8 Kommentare

  1. Mit dem „Ja, ja, genau: Jetzt lesen. Ich warte hier.“ hast Du mich erreicht. Hat sich gelohnt. Danke dafür! Grüße gehen raus an Vanessa.

    Dabei wollte ich doch nur mal reinschauen, um zu sehen, wie es Dir ergeht. Tja.

    Viele Grüße aus dem Süden gen Nord-Nord-West ;-)

    PS: Wusstest Du, dass wenn ich mich aufs Radl setzte, ich in ~20 Stunden reine Fahrzeit vielleicht bei Dir ankommen würde? Ich würde dennoch mehrere Tage, wenn nicht Wochen brauchen. So erschöpft und unfit ich derzeit bin. Wie auch immer: Hat mir OpenStreetMap gerade gesagt, als ich mich noch einmal bezüglich Himmels-Richtung versicherte. Wir lernen täglich dazu.

  2. Mich hat diese Aufregung über den Strandkorb ein wenig sprachlos hinterlassen. Ist der aus den Gebeinen von kleinen Kindern geschnitzt?

    Hat jemand seine Empörung darüber mal erklären können?

    Allerdings habe ich von der ganzen Sache nur über Gespräche auf der Arbeit erfahren. Quatschnachrichten und „Social Media“ meiden bringt doch was fürs Gemüt.

  3. Das mit dem Strandkorb war wirklich absurd. Ich halte Amthor für einen saugefährlichen Politiker, der auch mitverantwortlich ist für den aktuellen Angriff auf das Informationsfreiheitgesetz. Aber sich als Abgeordneter aus Mecklenburg-Vorpommern einen der typischen Strandkörbe hinzustellen statt ein generisches anderes Balkonmöbelset – das fand ich sogar recht sympathisch. Ich weiß auch gar nicht, woher die Empörung sich da generiert hat. Gar noch aus der Implikation, Politiker*innen machten auch mal 15 min Pause an der frischen Luft? (Es sei ihnen gegönnt, ja, sogar denen der Union.)

    Alberne Nebelkerzenwerferei, als gäb es nicht wichtigeres bei der Union zu kritisieren.

    1. Die Geschichte selbst finde ich auch ziemlich belanglos, dass niemand diese Menschen darin berät und ihnen mal erklärt, dass sie gerade in einer Situation sind, wo man (Außenwirkung!) auf so etwas achten sollte, verwundert mich. Und die Option, dass es solche beratenden Menschen gibt und sie nicht auf sie hören, erschrockt mich fast so sehr, wie dieses würdelose Rückziehen. Es bleiben wenige gute Deutungen dieser Geschichte.

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