1.1.2023 – Hazy shade

Wissen Sie, es ist nicht so, dass ich nicht Erfahrung mit bewusstseinsverändernden Momenten hätte. Nein, nicht die, die sie bei einem ehemalig supi crediblen, weißen, 20-jährigen, upper MiddleClass wannabe-Rockmusiker erwarten: Drogen hab ich nie genommen. Nein, gar keine.
Aber ich hatte zum Beispiel mal Medikamente, die mir als Nebenwirkung 35 Minuten nach der Einnahme für die nächsten 90 Minuten die Stimmung auf dramatische Weise veränderten; ich habe Medikamente, die mir auf durchaus sehr beabsichtigte Weise meine Stimmung insgesamt aufhellen. Ich kenne depressive und Angst-getriebene Phasen und auch Dissoziationsmomente – aber was sich nahezu immer durchgezogen hat: Ich konnte immer meinem Verstand vertrauen, der hat immer funktioniert. An den vielen Montagen habe ich sogar gelernt, mit dem Verstand die teilweise übermächtig erscheinenden Emotionen zu bewerten und zu kontrollieren.
Seit Corona funktioniert der nicht mehr wie gewohnt. Ich habe minutenlange Aussetzer, Wortfindungsstörungen und wenn ich eine halbe Stunde gearbeitet habe, muss ich mich ausruhen, als hätte ich zweimal den See im Laufschritt umrundet.
Ich komme da ehrlich gesagt nicht so richtig gut drauf klar.
Und wieder zu arbeiten ab Mittwoch – das wird bestimmt auch sehr interessant.

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